Sehenswürdigkeiten in Los Realejos

KIRCHE NUESTRA SEÑORA DEL CARMEN

Der Abschnitt, der am Ende der Strasse Alhóndiga liegt, führt zu einer Treppe neben der sich eine aus Stein gemeisselte Skulptur befindet, die eine Möwe darstellt und zu Ehren der Fischer gemacht wurde. Dort finden wir die Iglesia de Nuestra Señora del Carmen, eine Kirche die 1955 von Tomás Machado und Méndez de Lugo entworfen wurde, an der Stelle wo sich das Kloster der einsamen Augustiner von San Andrés und Santa Mónica befunden hatte, das letzte Frauenkloster das auf den Kanaren gegründet wurde und das einzige dieser Obedienz, welches auf traurige Art und Weise nach einem Brand im Jahre 1952 verschwand.

Die Kirche weicht vollkommen vom Originalentwurf ab, da sie ausschliesslich in Bezug auf die Virgen del Carmen entworfen wurde, die das Zentrum der Attraktion in der Kirche sein sollte. Sie ist nicht umsonst die ewige Ehrenbürgermeisterin von Los Realejos und die Schutzherrin des Orotavatals. Nur das Portal wurde vom alten Bauwerk mit übernommen. Auch das Bild von San Agustín blieb erhalten, das Rodríguez de la Oliva zugeschrieben wird, sowie die Bilder von San Andrés und Santa Mónica, die Lázaro González de Ocampo (1651-1714)zugeschrieben werden und der Señor del Huerto, ein anonymes Werk aus dem 17.Jahrhundert, aus dem ehemaligen Franziskanerkloster, ein Kreuz aus Marmor und das Porträt des Gründers Juan de Gordejuela.

 

AN DER RAMBLA DE CASTRO

Das ist eine der einzigartigsten Landschaften auf den Kanaren. Die Route beginnt am Mirador de San Pedro, zu dem man über die Nordautobahn gelangt und von dem aus man einen überwältigenden und kolossalen Ausblick auf die ganze Gegend hat. Vom Aussichtspunkt gehen zwei Wege ab. Der erste von ihnen, nach links, verläuft auf dem alten Wanderweg vergangener Zeiten der bis zur Küste führt und an der Ermita de San Pedro vorbei geht, ein Bau aus dem 18.Jahrhundert und von dessen Terrasse man einen weiteren spektakulären Ausblick auf die Küstenregion hat.

Die Rückkehr auf unseren Spuren ermöglicht uns den Zugang zum zweiten Wanderweg, den wir ab dem Parkplatz und Richtung Küste finden werden. In der ersten Kurve gibt es herrliche Panoramaausblicke auf das Gehöft und Las Ramblas del Mar y de Babón.

Der nächste Streckenabschnitt, wenn man den Umweg auf der rechten Seite nimmt, führt zu einem der schönsten Palmenhaine der Insel, in der Mitte der Castro-Schlucht und wenige Meter von seiner Hacienda entfernt.

 

FINCA DE CASTRO

Das ehemalige Majoratsgut der Hacienda de Castro, das wunderschöne Ecken aufweist und wo das Meeresrauschen oft vom Singen der Vögel übertönt wird. Seine Gärten, mit üppigen Palmenhainen wurden von vielen Reisenden und berühmten Besuchern bewundert, wie Sabino Berthelott, Jules Leclercq, Hans Meyer, Carballo Wangüemert etc.

Die Route, wenn man einmal den Palmenhain der Schlucht durchwandert hat, geht auf dem Wanderweg weiter bis zur Fortín de San Fernando, einer kleinen Festung, die aufgrund ihrer strategischen Lage dazu diente die Küste vor den Atacken der Korsaren und Piraten zu schützen, die oft zu diesem Teil der Insel kamen. Auf der Festung stehen heute 3 der 5 Kanonen die ursprünglich zur Schiesscharte gehörten.

Wenn man an diesem Punkt angekommen ist, hat der Reisende verschiedene Alternativen, da er die Wahl hat zwischen dem Abstieg zu den Playas de Castro und La Fajana, den Elevador de Aguas de la Gordejuela besuchen, den Hauptweg bis zur Playa de Los Roques weiter zu gehen oder auf seinem Weg zurück zu gehen bis zum Aussichtspunkt San Pedro, der der Ausgangspunkt dieser Route war.

 

STRÄNDE VON CASTRO UND LA FAJANA

Auf der Strecke von der Festung aus in Richtung Palmenhain der Castro-Schlucht, befindet sich auf der rechten Seite ein kleiner Wanderweg der durch dichtes Schilf zum Playa de Castro führt.

Der Zugangsweg vom Playa de Castro aus bis nach La Fajana ist richtig abenteuerlich. Auf der rechten Seite des Strandes taucht ein Weg auf der sich bis zu einer alten Wassergalerie fortsetzt, dessen feuchter Tunnel in La Fajana endet, einer kleinen Bucht, die genau wie die benachbarte Castro-Bucht im Sommer von schwarzem Sand bedeckt ist.

 

WASSERPUMPSTATION VON LA GORDEJUELA

Die zweite Alternative, die von der Castro-Schlucht abgeht, führt den Reisenden auf den Weg Sendero del Agua bis zum Elevador de Aguas de la Gordejuela.

Um zu dieser alten Vorrichtung zu gelangen, die in einer sehr schönen Landschaftsenklave gelegen ist, muss man nach rechts abbiegen und den Hang emporsteigen die serpentinenartig bis zur Fabrik führt, die der Sitz der ersten Dampfmaschine war, die es auf Teneriffa gab und die vom Hause Hamilton 1903 installiert wurde, mit dem Ziel das Wasser bis zu den Bananenanbaugebieten im Orotavatal zu leiten.

Der Sendero del Agua endet nicht an diesem Punkt sondern führt an der gesamten Küste des Naturschutzgebietes Rambla de Castro entlang, bis zum Strand Playa de los Roques, wobei er die Strände Callao de Méndez, Callao Gordo und Pejes Reyes hinter sich lässt, drei der herausragendsten Stellen der Küste.

 

NATURSCHWIMMBÄDER VON GUINDASTE

Vom Aussichtspunkt San Pedro sieht man den Punta del Guindaste, ein kleines Stück Land das bis ins Meer reicht. Zum Guindaste gelangt man über den Abstieg El Socorro. Die erste Abzweigung nach rechts führt durch Bananenstauden und ein kleines Gehöft bis man zu Treppen kommt, die einem den Zugang zum Meer ermöglichen, wo der Reisende einen wunderbaren Ort findet um zu angeln oder zu tauchen oder schnorcheln: die Naturschwimmbäder Guindaste.

 

PLAYA DEL SOCORRO

Der Abstieg zum Playa del Socorro endet auf einer langen Allee, an dessen Ende man auf eine grosse Bucht mit schwarzem Sand stösst, die sehr beliebt unter den Bewohnern im Norden der Insel ist. Aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten ist sie perfekt für das Ausüben von Wassersportarten. Der Strand ist nicht umsonst der Schauplatz verschiedener regionaler, nationaler und internationaler Surfmeisterschaften.

 

MIRADOR DE LA CORONA

Am Abhang von Tigaiga gelegen, im Gebiet von Icod el Alto, stellt der Aussichtspunkt Mirador de La Corona einen unvergleichlichen Rahmen dar, von dem aus man das Orotavatal und den Nordosten der Insel in seiner ganzen Ausdehnung überblicken kann. Durch seine Lage, Höhe und Flugbedingungen ist er einer der besten Orte auf den Kanaren für die Ausübung von Paragliding und den Freien Flug.

 

NATUR UND ABENTEUER

Die Gemeinde von Los Realejos ist ein wahrhaftes Paradies für die Ausübung alternativer Sportarten und Abenteuersportarten die im Kontakt mit der Natur stehen. Durch die grosse Vielfalt an Naturräumen in hohen und mittleren Lagen, sowie an der Küste, zusammen mit den besonderen meteologischen und Klimabedingungen die an der gesamten Nordseite der Insel vorherrschen, sowie aufgrund der Existenz von Gruppen, Clubs und Vereinigungen, die sich mit diesen Aktivitäten befassen und bereit sind all jene an diesen Sportarten Interessierten mit ihrer Erfahrung zu orientieren, finden wir hier einen Ort der alles hat und der in einem kleinen Raum alle notwendigen Elemente vereint, um den Natur-und Abenteuerliebhabern unvergessene Momente zu bescheren.

Unter ihnen müssen wir den wichtigen Platz den das Paragliding einnimmt hervorheben. Diese Alternative, die mit den Liebhabern der Natur und des Fluges verbunden ist, findet in Los Realejos einen idealen Ort für seine Ausübung in den besten Bedingungen fast das ganze Jahr durch. Die milden Klimabedingungen des Gebietes, seine orographischen Eigenheiten und die Richtung der vorherrschenden Winde spielen in dieser Hinsicht eine bestimmende Rolle. In La Corona, mit einem eindrucksvollen Abhang 750 Meter über dem Meeresspiegel, können die Paraglider stundenlang schweben und mit den weichen Wolken der Passatwinde spielen sowie den beeindruckenden Panoramablick geniessen, der sich von Punta de Teno, in der Gemeinde Buenavista, bis nach Anaga, in der von Santa Cruz de Tenerife erstreckt.

Eine andere Sportart, die eine grosse Zahl von Anhängern hat, ist das Surfen und dank ihnen hat der Socorro-Strand Ruhm und Prestige unter den Kennern in ganz Europa. Mit konstanten Wellen über das ganze Jahr hinweg und idealen Temperaturen, ergänzt sich an diesem Ort das Surfen problemlos mit dem Badespass.

Der Strand hat vier verschiedene Zeitabschnitte: zwei sanfte, einen zwischen April und März mit Wellen von 1 bis 3 Metern und einen weiteren von Juni bis Ende August mit Wellen von 1 bis 2 Metern, und zwei stärkere, zwischen September und Ende November mit Wellen von 2 bis 3 Metern und von Dezember bis März, wo oft Strömungen sind, mit Wellen von 2 bis 5 Metern, dennoch, abhängig von den Stürmen, können diese Wellen eine Höhe von 8 Metern erreichen, obwohl es dazu relativ selten kommt.

Die Eigenschaften vom Wellengang des Strandes misst man abhängig von der Höhe der Wellen und den Zeiträumen, so folgen im Winter schlagartige Wellen aufeinander, im September, Oktober und November röhrenförmige Wellen aufgrund der Gegenwinde und der grossen Menge an Sand auf dem Meeresboden und in den restlichen Monaten Wellen mit einem Wellenkamm.

An diesem Strand finden jedes Jahr mehrere Surfmeisterschaften, Longboard-und Buggimeisterschaften statt. Juli, August und September sind gewöhnlich die Monate die für diese Meisterschaften gewählt werden und unter ihnen heben sich Wettkämpfe regionalen und nationalen Charakters, wie dem O'Neil-Preis hervor.

Zufgrund der Lage des Kanarischen Archipels, wenige Grade vom Wendekreis des Krebses entfernt, gestattet die Küste von Los Realejos das ganze Jahr durch die Ausübung einer anderen Sportart, die in dieser Gegend sehr im Kommen ist: der Tauchsport. Die Transparenz dieser Gewässer, mit einer sehr guten Sicht das ganze Jahr lang (15 bis 20 Meter im Winter und bis 40 oder 50 Meter im Sommer) und einer aussergewöhnlichen Vielfalt an existierenden Arten, machen aus der Küstenregion der Gemeinde, und ganz besonders aus der Gegend des Guindaste, ein Paradies für die Beobachtung und das Fotografieren unter Wasser.

Mit einer Wassertemperatur die zwischen 19 Grad im Februar und 23 Grad im August schwankt, wird das Tauchen immer angenehm sein. Die herausragendste und berühmteste Stelle ist La Baja de Los Realejos, ein grosser Basaltfelsen, der vom Meer bedeckt ist und sich auf 10 Metern von der Meeresoberfläche befindet und bis in 70 Meter Tiefe reicht.

Es ist ein optimaler Ort für alle Arten von Tauchern und der sich durch die grosse Anzahl an Höhlen, Rundbögen und Tunneln aus Stein auszeichnet, sowie durch Felstreppen und Abgründe die wie enorme versunkene Steinorgeln aussehen, die zusammen mit der grossen Vielfalt an Flora und Fauna des Meeresgrundes einzigartige Kontraste bilden und unvergesslich bleiben für die, die es betrachten werden.

Abgesehen von den vorhergehenden, gibt es noch andere sehr verbreitete und empfehlenswerte Sportarten, die in Los Realejos praktiziert werden, wie das Wandern und Reiten, die es ermöglichen die ganze Gemeinde zu durchlaufen und eine berauschende und spektakuläre Landschaft zu geniessen, sei es auf den für die Pferde hergerichteten Wegen oder zu Fuss auf dem ausgedehnten Netz an Wanderwegen, die an der Küste beginnen und bis zu den höchstgelegenen Zonen führen. Das Luftanhalten unter Wasser, Mountainbike fahren, Sportangeln und andere neuere Formen, komplettieren letztendlich das weitgefächerte Angebot, das die Kleinstadt bietet.

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