Die historische Altstadt des Städtchens La Orotava konnte in seiner Gesamtheit bewahrt werden und steht heute unter Denkmalschutz.
Die Straßen werden gesäumt von einer Vielzahl historischer Gebäuden, die das Interesse des Besuchers auf sich ziehen. Hervorzuheben sind neben der Kapelle Ermita del Calvario unter anderem die Kirche Iglesia de San Agustín, der Platz der Verfassung, die Ausstellung des Bildhauers Estévanez, die Kirche Iglesia de Santo Domingo sowie der ehemalige Konvent von San Benito Abad
HAUS DER BALKONE - HAUS MOLINA
Die beiden historischen Häuser stammen aus dem 17., bzw. 16. Jahrhundert. In Ihnen werden zahlreiche Beispiele kanarischer Lochstickerei, Stickerei und anderer Kunsthandwerke gezeigt. Am Haus der Balkone beobachten wir herrliche Beispiele typisch kanarischer Balkone und Innenhöfe. Hier ist auch ein Heimatmuseum untergebracht.
Im zweiten Haus, dem Haus Molina oder auch Haus des Gastes, können wir ein kleines Modell der berühmten Vulkansandteppiche von La Orotava bewundern.

HAUS TORREHERMOSA (KUNSTHANDWERKSUNTERNEHMEN TENERIFFAS)
In diesem Haus aus dem 17. Jahrhundert hat das Kunsthandwerksunternehmen Teneriffas - Artenerife - seinen Sitz. Es wurde 1991 von der Inselverwaltung von Teneriffa ins Leben gerufen, um das Kunsthandwerk der Insel zu fördern. Im Haus Torrehermosa ist mit mehr als 1500 unterschiedlichen Artikeln eine große Auswahl der kunsthandwerklichen Produkte der Inseln zu sehen. In den Werkstätten arbeiten gewöhnlich Kunsthandwerker/innen, die den interessierten Besuchern gerne die Charakteristiken ihrer Arbeiten erklären.

WALLFAHRTSKAPELLE VON EL CALVARIO
In diesem Tempel neugotischen Stils, der 1914 gemäß den Plänen des Architekten Mariano Estanga gebaut wurde, werden die Heiligen Schutzpatrone von La Orotava verehrt, San Isidro und Santa María de La Cabeza, im 19. Jahrhundert von dem großen Bildschnitzer aus La Orotava, Fernando Estévez, angefertigte Schnitzereien. Diese Bildnisse präsidieren jedes Jahr die Romería (Pilgerfahrt) von San Isidro Labrador, eine der wichtigsten der Kanarischen Inseln, die am Sonntag nach dem nationalen Fronleichnam begangen wird.
In der Wallfahrtskapelle wird auch eine eindrucksvolle Skulpturengruppe verwahrt, La Piedad, ein Werk des gleichen Autors.

KIRCHE VON SAN AGUSTÍN (EHEMALIGES KLOSTER VON NUESTRA SEÑORA DE GRACIA)
Dieser wunderschöne Tempel war früher die Kirche des ehemaligen Klosters von Nuestra Señora de Gracia.
Das Kloster wurde – laut Viera – von dem Bruder Baltasar de Molina erbaut. Seine Konstruktion begann im Jahre 1671, auf dem Grundstück der alten Wallfahrtskapelle von San Roque. Die Kirche hat drei Schiffe, mit Decken, die vom Mudejar beeinflusst sind, und einen Basilikgrundriss; außen weist sie ein dreifaches Portal mit Doppelkörper auf. Der mittlere Teil, in ausdrücklich barockem Stil, ist mit korinthischen Kapitellen mit Palmenblättern verziert.
Im Innern zeigt die Täfelung der Vierung ein ausgezeichnetes geschmücktes polychromes Hochrelief von Nuestra Señora de Gracia.
Dort sind auch ein interessanter hoher Chor zu finden, sowie sechs wunderbare Retabel, die sich durch ihren stark ausgeprägten barocken Charakter und durch die Skulpturen, die sie wahren, auszeichnen.
Das Portal des ehemaligen Klosters von Nuestra Señora de Gracia, mit drei Körpern aus Stein, bildet einen rechten Winkel mit der Stirnseite des Tempels. Im zweiten Niveau des Portals fallen die kunstvolle Schnitzarbeit des Holzes und die zwei Reliefs, die Nuestra Señora de Gracia und San Agustín darstellen, auf.
Derzeit befindet sich hier der Sitz des Kulturzentrums San Agustín
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LYZEUM TAORO und MAUSOLEUM DES MARQUIS VON LA QUINTA ROJA
Dieses Gebäudes eklektischen Stils, das sich am Ende einer stufenweise angeordneten Gartenzone erhebt, wurde von Tomás de Ascanio y Méndez de Lugo gebaut. Derzeit ist es der Sitz der Kulturellen Gesellschaft Lyzeum von Taoro. Zu den Aktivitäten von dieser Vereinigung gehört ihre Teilnahme, gemeinsam mit dem Gemeinderat, an der Organisation der Romería (Pilgerfahrt) von San Isidro.
Es gibt dort einen Festsaal, einen Ausstellungsraum und Sporteinrichtungen.
Ganz dicht am Lyzeum von Taoro befindet sich, im Garten Victoria, neben der ehemaligen Residenz der Familie Ponte, das Mausoleum des VIII. Marquis von La Quinta Roja, Diego de Ponte y Castillo, welcher der Freimaurerloge von Taoro angehörte. Die Mutter des Marquis ließ dieses Grabmal errichten, aber seine Reste ruhten niemals dort, da sich seine Witwe dagegen weigerte.
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RATHAUS UND HIJUELA DEL BOTÁNICO
Dieser Bau wurde zwischen 1870 und 1895 in klassizistischem Stil, gemäß den Plänen der Architekten Pedro Maffiote und Manuel Oraá errichtet. Er steht auf dem Grundstück, auf dem sich zuvor das Kloster von San José der Klarissinnen befand, von dem noch im Halbsouterrain einige Reste von Gewölben erhalten sind.
Auf dem Platz von El Ayuntamiento (Rathausplatz) wird jedes Jahr ein 870 Quadratmeter großer Teppich aus Vulkansand angefertigt, als zentrales Element der Oktave von Fronleichnam, acht Tage nach der liturgischen Feier.
Es stimmt zwar, dass die ersten Blumenteppiche im Jahre 1847 ausgearbeitet wurden, der Teppich auf dem Rathausplatz wurde jedoch zum ersten Mal im März 1906 hergestellt, gelegentlich des Besuchs des Königs Alfons XIII. Im Jahre 1912 begann dann tatsächlich die Sitte, den Platz für Seine Göttliche Majestät mit Teppichen zu belegen; zu jener Zeit wurden sie von dem hervorragenden Künstler Felipe Machado y Benítez de Lugo ausgeführt.
Hinter dem Rathaus befindet sich La Hijuela del Botánico, dessen Zugang von der Straße Tomás Pérez aus erfolgt. Es handelt sich um einen etwa 4.000 Quadratmeter großen romantischen Garten, der 1788 auf Initiative des VI. Marquis von Villanueva del Prado geschaffen wurde, der ihn als Ergänzung zu dem Botanischen Garten von La Orotava sah, der heute dem Gemeindegebiet von Puerto de La Cruz angehört.
Zwischen dem Rathaus und der Kirche von La Concepción, in der Straße Tomás Pérez (3), befindet sich das Gebäude von dem Casino, aus dem 18. Jahrhundert, das Sitz der Bibliothek ist, und früher den Grafen von El Valle de Salazar gehörte.
HAUS DER BALKONE – HAUS VON MOLINA (HAUS DES TOURISTEN) / HOSPITAL VON LA SANTÍSIMA TRINIDAD UND KIRCHE VON SAN FRANCISCO
Das erste dieser Häuser, mit der Nummer 3, wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, gegen 1632, errichtet; heutzutage ist es ein Einkaufszentrum für Kunsthandwerk und Museum über Sitten und Bräuche, das von Privatpersonen betrieben wird.
Der daran angrenzende Bau, mit der Nummer 5, wurde einige Jahre später, gegen 1670, erstellt, und dort befindet sich derzeit das Dokumentations- und Forschungszentrum über Kunsthandwerk von Spanien und Amerika.
Beide Gebäude haben einen rechteckigen Grundriss, einen Hof mit Säulen und eine innere Galerie. Hervorzuheben ist die kunstvolle Verarbeitung des Holzes, sowohl an den wunderbaren Balkonreihen außen, die zu den schönsten auf Teneriffa gehören, wie auch an den Kassettendecken der Räume und der inneren Galerie.
Diese zwei Bauten gehörten einst den Familien Méndez und Jiménez Franchy.
Gegenüber steht das Haus des Touristen, das 1590 von einem der ersten Großgrundbesitzer des Ortes, Francisco de Molina, gebaut wurde. Es besteht aus zwei Körpern im Stil der Früh-Renaissance, wo das durch Wandpfeiler eingerahmte Portal mit abgeflachten Bogen hervorzuheben ist. Es hat einen Außenhof, in dem Vorführungen über Kunsthandwerk stattfinden, mit ganz besonderen Augenmerk auf die Teppiche aus Vulkanerde.
HOSPITAL VON LA SANTÍSIMA TRINIDAD UND KIRCHE VON SAN FRANCISCO
Dieser Bau des 19. Jahrhunderts belegt den Raum, wo das ehemalige Franziskanerkloster von San Lorenzo stand; diese Stiftung übte großen kulturellen Einfluss aus, und beherbergte ein bedeutendes Kunsterbe, so dass jenes Gebäude als "Das Escorial der Kanarischen Inseln" bezeichnet wurde.
Der Tempel verschwand im Jahre 1801 infolge eines Brandes; es blieben damals nur ein paar architektonische Spuren davon erhalten, wie etwa der breit angelegte Säulengang und die Treppe, die zur Klausur führte.
Die meisten der zahlreichen Kunstwerke der ehemaligen Konstruktion sind in den verschiedenen Tempeln von La Orotava untergebracht; in dieser kleinen Kirche sind derzeit noch folgende Bildnisse zu sehen:
El Señor del Huerto, ein Werk von Pedro Murga, aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Nuestra Señora de La Caridad, ein sevillanisches Schnitzbild vom Beginn des 17. Jahrhunderts
Ein San Francisco de Asís, von Fernando Estévez.
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